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Lücken bei psychischer Versorgung Jugendlicher

Große Versorgungslücken weist die psychische Betreuung Minderjähriger in Österreich auf. Dies ergab ein Bericht zur Lage der Kinder- und Jugendgesundheit.

Rund ein Drittel der Kinder und Jugendlichen leidet im Laufe des Aufwachsens an einer psychischen Problematik. Bei 20 Prozent sei dringender Handlungsbedarf gegeben, dennoch gebe es nach wie vor große Versorgungslücken. Dies geht aus dem neunten Bericht zur Lage der Kinder- und Jugendgesundheit in Österreich hervor, der am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien präsentiert wurde.

Armut macht krank

„Psychische Gesundheit ist wie die Sonne in uns, doch viele Kinder spüren sie zu wenig“, meinte der Präsident der Liga für Kinder- und Jugendgesundheit. Der Psychologe und Geschäftsführer des Vorarlberger Kinderdorfs bemängelte, dass die Chancengleichheit für viele Buben und Mädchen nicht gegeben sei. Dass Armut krank mache, sei hinlänglich belegt, dennoch würde zu wenig dagegen unternommen. „Die Kürzung der Mindestsicherung ist widersinnig und wird uns noch viele Probleme bereiten“, warnte Hackspiel. Zudem fühle man sich bei Entscheidungsprozessen durch die Bundesregierung ausgeschlossen.

Enttabuisierung wichtig

Laut der klinischen Psychologin Caroline Culen hapert es nicht an der Diagnose der diversen psychischen Probleme, sondern an einer leistbaren, kassenfinanzierten Therapie sowie einer begleitenden Unterstützung für die Familien. Zudem müsse es zu einer Enttabuisierung psychischer Krankheiten kommen. Denn der größere soziale Stress, die sozialen Medien und mehr armutsgefährdete Familien habe einen entsprechenden Niederschlag auf die psychische Gesundheit.

Weitere Belastungen durch Kürzung der Mindestsicherung

Zehn bis 15 Prozent hätten keinen Bildungsabschluss, mit entsprechenden Folgen: Laut einem Rechnungshofbericht kostet ein 15-Jähriger, der frustriert die Schule schmeißt und sich auch nicht in die Arbeitswelt integriert, den Staat im Laufe seines Lebens zwei Millionen Euro. Würde man hingegen für jeden der 10.000 Psychotherapeuten fünf Stunden pro Woche je 60 Euro finanzieren, könnte man vieles auffangen.

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