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„Kinder und Familien in ihrer Not sehen“

Neues Organisationsmodell „Kinderschutz Vorarlberg“: Kinderschutzsystem soll lebendig und tragfähig bleiben.

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt und anderen Formen der Gefährdung ist zentrale Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe (KJH). In Vorarlberg wird diese Kernaufgabe gemäß den Zielen und Grundsätzen des KJH-Gesetzes durch breit aufgestellte und differenzierte Hilfsangebote der öffentlichen wie auch der privaten KJH und in Kooperation mit den einschlägigen Stellen des Bildungs-, Gesundheits- und Sozialsystems erfüllt. „Die neue Organisationsstruktur hat das klare Ziel, unser Kinderschutzsystem weiterhin lebendig und tragfähig zu halten“, sagt Landesrätin Katharina Wiesflecker im Pressegespräch.

Starkes Miteinander, um Kinder zu schützen

„Die intensive Reflexion der mit den unterschiedlichen Organisationsformen gemachten Erfahrungen hat uns nun dazu bewogen, die Zuständigkeit für das Gesamtsystem 'Kinderschutz Vorarlberg' im Fachbereich Kinder- und Jugendhilfe anzusiedeln. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten ist eine geeignete Organisationsform und Struktur für die Umsetzung der gesetzten Ziele/Grundsätze erarbeitet worden“, erläutert Wiesflecker.
In Vorarlberg muss angenommen werden, dass ca. 1100 Kinder und Jugendliche pro Jahrgang, also bis zu 25 Prozent der Minderjährigen im Alter zwischen 6 und 14 Jahren, alle Sanktionsformen einschließlich mehrmaliger schwerer Körperstrafen erleben und dass ca. sieben Prozent der Kinder – das sind 300 Minderjährige pro Jahrgang – gravierenden körperlichen Angriffen ausgesetzt sind.

Neues Organisationsmodell

„Kinderschutz Vorarlberg“ orientiert sich weiterhin an den ursprünglich festgelegten gemeinsamen Kernaufgaben im Kinderschutz – Beteiligung und Kooperation, Forschung und Qualitätsentwicklung, Aus- und Fortbildung. Der neu gegründete Fachbeirat hat hierbei eine koordinierende und moderierende Funktion. Die kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit soll künftig in Abstimmung mit allen Beteiligten und akkordiert mit Politik und Verwaltung vom Fachbereich Kinder- und Jugendhilfe umgesetzt werden. Ende April findet ein erstes Treffen aller beteiligten Akteurinnen und Akteure statt, bei dem eine Art „Landkarte“ erstellt wird, um künftige Vernetzungs- und Kooperationsstrukture festzulegen.

Kinderschutz betrifft uns alle

„Es ist alles zu tun, um für Kinder und Jugendliche das Risiko, Leidtragende von Verwahrlosung oder Opfer von Misshandlung, körperlicher, psychischer oder sexueller Gewalt zu werden, so weit als möglich auszuschließen“, betont Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch. Für Kinder sei es entscheidend, dass Erwachsene über das Gewaltverbot Bescheid wissen, Handlungsalternativen in der Erziehung kennen und die verschiedenen Institutionen gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten“, so Rauch.

Kinder und Familien in ihrer Not erkennen und helfen

Für die Kinderschutzkoordinatorin im Vorarlberger Kinderdorf, Anneli Kremmel-Bohle, ist die neue Organisationsform „Kinderschutz Vorarlberg“ ein logischer Schritt in der Zusammenarbeit und Vernetzung, um die Not von Kindern früher zu erkennen und belasteten Familien kompetent zu helfen: „In Vorarlberg gibt es bereits seit vielen Jahren ein integriertes Kinderschutzsystem. Verschiedene Einrichtungen wie das Vorarlberger Kinderdorf übernehmen Aufgaben des Kinderschutzes im präventiven, ambulanten und stationären Bereich. Auch die Weiterentwicklung des Kinderschutzes ist seit langem ein gemeinsames Anliegen von öffentlicher Kinder- und Jugendhilfe und privaten Einrichtungen.“

Sensibilisierung und weitere Professionalisierung

Ein Schwerpunkt wird seitens des Vorarlberger Kinderdorfs in der Sensibilisierung von Menschen und Berufsgruppen gesehen, die in ihrem Alltag mit Kindern, Jugendlichen und deren Familien zu tun haben, sowie in einer weiteren Professionalisierung von Fachpersonen im Kinderschutz. Laut Kremmel-Bohle zeigt die tägliche Arbeit im Vorarlberger Kinderdorf immer wieder, dass es sehr lange braucht, bis Kinder und Familien in ihrer Not gehört und gesehen werden und Unterstützung erhalten: „Es ist uns daher ein besonderes Anliegen, den Zugang zum Kinderschutzsystem in dem Sinn zu erleichtern. Nicht Kinder und Familien müssen die richtige Tür kennen, sondern sie sollten unabhängig davon, durch welche Tür sie kommen, kompetente Unterstützung erhalten.“

Zum VN-Artikel „Kinderschutz neu organisiert“

 

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