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Recht auf gesundes Aufwachsen und Inklusion

Die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit appelliert an die kommende Regierung, alle relevanten Entscheidungen auf Einhaltung der Kinderrechte zu prüfen.

Anlässlich des Jubiläums „30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention“ betont die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) die Bedeutung der von Österreich vor 27 Jahren ratifizierten Kinderrechte. Die Kinderliga wünscht sich von der kommenden Regierung die Prüfung aller für Kinder relevanten politischen Entscheidungen und geplanten Maßnahmen auf Einhaltung der Kinderrechte. In diesem Zusammenhang fordert Christoph Hackspiel, Präsident der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, einmal mehr die Etablierung eines Kinderministeriums, oder zumindest im ersten Schritt, die eines Bundeskinderbeirats. „Diese Maßnahme würde dem Prinzip der Kinderrechtskonvention auf Achtung der Meinung des Kindes gerecht werden: Alle Kinder sollen gehört, ernst genommen, respektiert und ihrem Alter und Reife gemäß in Entscheidungen einbezogen werden“, so Hackspiel.

Zwei-Klassen-Medizin als Widerspruch zur UN-Kinderrechtskonvention

Ein besonderes Anliegen ist der Kinderliga die Beachtung des in der UN-Kinderrechtskonvention verankerten Rechts auf Entwicklung und medizinische Hilfe: „Jedes Land verpflichtet sich, in größtmöglichem Umfang die Entwicklung der Kinder zu sichern – zum Beispiel durch Zugang zu medizinischer Hilfe, Bildung und Schutz vor Ausbeutung und Missbrauch.“ Im Bereich der Gesundheit ortet die Kinderliga jedoch konkrete Mängel. Zwar würden Kinder und Jugendliche in Österreich im akuten Erkrankungsfall oder auch bei schweren Erkrankungen im Spitalskontext meist eine sehr gute und auch kostengünstige bzw. kostenfreie Behandlung erhalten. „Allerdings beobachten wir gerade im niedergelassenen Bereich zunehmend eine Zwei-Klassen-Medizin“, äußert sich Caroline Culen, Geschäftsführerin der Kinderliga, besorgt.

Immer weniger Kassenpraxen

Kassenpraxen für Kinder- und Jugendheilkunde seien kaum nachzubesetzen. Mutter-Kind-Pass Untersuchungen, Impftermine und schnelle Arztbesuche bei Infekten bei KinderfachärztInnen mit Kassenvertrag sind mit langen Wartezeiten oder mit langen Anfahrtswegen verbunden. „Im ländlichen Raum ist die Situation bereits dramatisch, aber auch in den Ballungszentren zeichnet sich diese Tendenz ab. Es gibt in Österreich eine rasche Entwicklung zu immer mehr Wahlärzt*innen und Privatärzt*innen auch im Kinder- und Jugendbereich, die für viele Familien nicht leistbar sind“, so Culen. Besonders Familien mit chronisch kranken Kindern stoßen bei der Finanzierung von Zusatztherapien oder des Selbstbehalts für Heilbehelfe oftmals an ihre finanziellen Grenzen.

Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen:
Wer zahlen kann, erhält Hilfe

Für Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen zeigen sich die Versorgungslücken und der Trend „Wer zahlen kann, erhält Hilfe“ noch deutlicher. Mit Besorgnis sehen die Expert*innen der Kinderliga die Zunahme psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Noch immer gibt es zu wenig kassenfinanzierte Versorgungsangebote für die Betroffenen. „Das ist ein unhaltbarer Zustand, besonders im Hinblick auf Präventionsmaßnahmen für ein gesundes psychisches Aufwachsen und im Hinblick auf Inklusion chronisch kranker Kinder und Kinder mit Behinderungen. Wir wünschen uns von der kommenden Regierung glaubwürdige Bemühungen, den Rechten der Kinder auf gesundheitliche Chancengerechtigkeit als eine der wichtigsten Grundlagen der UN Kinderrechtskonvention nachzukommen,“ sagt Hackspiel. Sein Appell: „Kinder haben Rechte! Es ist unsere gesamtgesellschaftliche Verpflichtung, für die Einhaltung dieser Rechte zu sorgen.“
 
www.kinderjugendgesundheit.at

Rückfragehinweis: Verena Bittner-Call, , +43 650 710 13 73

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