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Tipp 2: Kinderängste erkennen und abbauen

Der zweite Tipp in unserem Vokithek-Corona-Best-of stammt von Jasmin Neumayer. Sie empfiehlt: "Kinderängste erkennen und abbauen" von Udo Bär und meint: Reinhören lohnt sich!

Angst ist ein wichtiges Gefühl, das uns seit Urzeiten vor Gefahren warnt. Selbst die nüchternsten Personen in unserem Bekanntenkreis sprechen derzeit über ihre Ängste im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Das ist für uns Erwachsene wichtig, aber besonders Kinder profitieren davon, wenn sie erkennen: Angst ist etwas, das alle haben. Auch Mama und Papa haben Angst. Papa hat Angst um Oma, dass sie sich anstecken könnte. Mama hat Angst, ihre Arbeit zu verlieren und ist deswegen verunsichert und traurig. Und beide sorgen sich um ihre Kinder und wie diese mit den veränderten Herausforderungen klarkommen, wenn Freunde treffen, Schule, Sport- und Freizeitaktivitäten wegfallen.

Über die eigenen Ängste reden braucht Mut

Es ist enorm wichtig, auch über die eigene Angst mit Kindern zu sprechen. Das ist weder eine Schwäche, noch ein Gesichtsverlust, sondern zeugt von Ernsthaftigkeit,  Verletzlichkeit und vom Mut sich zu öffnen. Vom guten Gefühl, dass die Angst kleiner wird, wenn man in den Arm genommen wird. In seinem Vortrag spricht der Pädagoge und Autor Udo Bär einfühlsam und kurzweilig über die Ursachen von Angst. 

Wie die Angst schmilzt

Der Experte zeigt Strategien auf, wie Kinder mit ihren Ängsten nicht alleine bleiben.  Sehr wirksam sind sogenannte „Angstfresserchen“, die gezeichnet oder gebastelt werden können. Die kleinen Kerlchen ernähren sich von schlechten Träumen, bis ihre Bäuche dick und rund sind. Auch ein Angstkästchen kann helfen ebenso wie ein Angstabweise-Stein. Diese Werkzeuge werden in der Fachsprache „aktives Symbolisieren“ genannt – die Bezeichnung „Talisman“ trifft es aber mindestens genau so gut. 

Geschichten statt rationale Argumente 

Angst ist kein rationales Gefühl, erklärt Udo Bär im Vortrag. Es lasse sich deshalb auch nicht mit Argumenten bekämpfen. Ein weitaus hilfreicherer Zugang sind beispielsweise Geschichten, Bücher und Erzählungen. Kinder sagen nicht immer: „Ich habe Angst.“ Viel häufiger sind wir mit einem veränderten Verhalten konfrontiert, das es zu entschlüsseln gilt. 

Warnsignale erkennen

Dass hinter der schlechten Laune, der Traurigkeit oder auch Wut, Ängste stecken, offenbart sich oft erst auf den zweiten Blick. Denn wenn es richtig schwierig wird, fehlen die Worte und Kinder verstummen. Darum ist es wichtig, Warnsignale frühzeitig zu erkennen, ohne diese sofort über zu bewerten.

Jasmin Neumayer ist Erziehungswissenschaftlerin. Sie arbeitet im Fachbereich Familienimpulse des Vorarlberger Kinderdorfs und ist Mama von zwei (erwachsenen) Kindern im Alter von 16 und 20 Jahren. 

Den Vortrag in der Vokithek anhören

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