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Status „Familienmitglied“

Derzeit leben die meisten Jugendlichen, denen die Flucht nach Vorarlberg ohne ihre Familie gelungen ist, in Wohngemeinschaften. Dringend werden darüber hinaus engagierte Patenfamilien gesucht.

Gefragt sind Familien mit Gastfreundschaft und Engagement, die jungen Flüchtlingen Stabilität geben, Sicherheit und die Chance auf eine gute Zukunft. „Was ein Zuhause ist, das weiß ich gar nicht wirklich“, erzählt uns Sam. „Wir haben so viele Jahre illegal im Iran gelebt.“ Der 17-Jährige ist einer jener jugendlichen Flüchtlinge, die ohne Eltern und Verwandte aus Kriegsgebieten wie Syrien, Afghanistan oder Somalia geflohen sind und es geschafft haben, unter großen Strapazen in Vorarlberg anzukommen.

Wunsch nach familiärem Halt

Die meisten dieser Jugendlichen leben in betreuten Wohngemeinschaften. Bei vielen ist der Wunsch groß, Teil einer Familie zu sein, zu jemandem zu gehören. „Familie bedeutet Stabilität, jemanden zu haben, der zuhört und versucht zu verstehen“, sagt Silvia Zabernigg, Leiterin des Pflegekinderdienstes, der im Auftrag des Landes Patenfamilien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sucht. „Alltag und Routine geben Sicherheit und helfen dabei, sich in einer neuen, fremden Welt zu Recht zu finden.“ Nur wenige der jungen Menschen hatten bisher jedoch die Chance, in eine Patenfamilie aufgenommen zu werden.

Sich kennenlernen – ein Prozess

„Ich wollte niemandem zur Last fallen, als ich in die Familie kam“, erinnert sich Karim, einer der Jugendlichen im Land, für die eine Patenfamilie gefunden werden konnte. „So habe ich ganz wenig gesagt, auch wenn ich gefragt wurde, was ich möchte. Mit der Zeit habe ich gemerkt: Die mögen mich, und ich darf auch sagen, was ich möchte.“ Karims Patenfamilie weiß noch, dass es etwas gedauert hat, bis sich der „Familienzuwachs“ daheim fühlte: „Plötzlich merkten wir, dass er sich ein Joghurt aus dem Kühlschrank nahm, mit unserem Sohn Tischtennis spielte, und Ideen hatte, was wir gemeinsam unternehmen könnten – da wussten wir, dass sich Karim bei uns wohl fühlt.“

Sehr berührende Monate mit Ali

Als „spannend und intensiv“ hat die Patenfamilie des 16-jährigen Ali die gemeinsame Zeit mit ihrem Schützling erlebt: „Obwohl Ali nur kurz bei uns war, ehe seine Familie nach Vorarlberg kam, vermissten wir ihn. Die drei Monate mit ihm waren sehr berührend. Wir haben mit seiner Familie in Syrien geskypt – die Eltern waren glücklich, als sie sahen, dass es ihrem Sohn gut geht.“

Egal, ob Familie, Paar oder alleinerziehend

Grundsätzlich könne sich jeder melden, „der sich vorstellen kann, Patenfamilie für einen Flüchtling im Alter zwischen 10 und 18 Jahren zu sein“, so Silvia Zabernigg, Leiterin des Pflegekinderdienstes des Vorarlberger Kinderdorfs: „Egal, ob Familie, Paar oder alleinerziehend.“ Voraussetzung für die Patenfamilien ist die Bereitschaft, den Jugendlichen beim Spracherwerb, in schulischen Belangen und seiner Ausbildung zu unterstützen.

Patenfamilien brauchen Offenheit und Geduld

Auch emotional können Patenfamilien viel zu einer positiven Entwicklung des Jugendlichen beitragen, ist Silvia Zabernigg überzeugt. „Alle diese Jugendlichen vermissen ihre Familien sehr und möchten den Kontakt aufrechterhalten.“ Zudem sollte den Jugendlichen ein eigenes Zimmer geboten werden können sowie Offenheit, Toleranz und Geduld, denn: „Es braucht Zeit, um unsere Regeln, unsere Erwartungen und das Leben hier zu verstehen.“

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