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Für einen guten Start ins Leben

VGKK und Land Vorarlberg bauen Angebot zur frühkindlichen Entwicklungsförderung aus: Das „Baby ABC“ von Netzwerk Familie stärkt mit zwei Programmen die Eltern-Kind-Bindung.

Im Rahmen der Vorsorgemittel der Bundesgesundheitsagentur wird das Angebot an Hilfen für Familien von der Vorarlberger Gebietskrankenkasse und dem Land Vorarlberg durch die Projekte „Entwicklungspsychologische Beratung“ (EPB) und SAFE (Sichere Ausbildung für Eltern) weiter ausgebaut. Projektpartner ist Netzwerk Familie, einem gemeinsamen Angebot von aks Gesundheit, den Vorarlberger Kinder- und Jugendfachärzten sowie dem Vorarlberger Kinderdorf.

Sichere Eltern-Kind-Bindung

Die EPB ist ein Unterstützungsangebot zur Förderung der elterlichen Feinfühligkeit in der frühen Kindheit. Es dient dem Aufbau einer gelungenen Eltern-Kind-Beziehung und einer sicheren emotionalen Bindung beim Kind. Ausgangspunkt für die EPB ist eine sehr genaue und sorgfältige Beobachtung von alltäglichen und alterstypischen Eltern-Kind-Interaktionen. Dazu wird eine kurze Videoaufnahme zu Hause oder im institutionellen Kontext erstellt.

Hilfe wird oft erst im Stadium der Verzweiflung geholt

Laut Christine Rinner, Leiterin von Netzwerk Familie, suchen Eltern häufig erst dann Hilfe, wenn ihr Baby bereits über mehrere Wochen täglich für viele Stunden weint, sich nicht beruhigen lässt und sich die Eltern bereits im Stadium der völligen Verzweiflung, Überforderung und Ratlosigkeit befinden. Um solche Situationen möglichst früh abzufangen, soll das Präventionsprogramm SAFE Eltern schon in der Schwangerschaft erreichen und unterstützen. Bindungsstörungen und vor allem die Weitergabe von traumatischen Erfahrungen über Generationen sollen durch das Trainingsprogramm verhindert werden.

„Das Zauberwort ist früh“

Beide Programme zielen auf eine Förderung der intuitiven elterlichen Fähigkeiten ab. „Eine sichere Bindung zwischen Eltern und Kind ist ein Garant für körperliche und seelische Gesundheit bis ins Erwachsenenleben hinein“, so Christine Rinner. „Das Zauberwort ist früh“, betont auch VGKK-Direktor Christoph Metzler die Bedeutung präventiver Maßnahmen. „Wir müssen die Erziehungsfähigkeit stärken, um gesundheitliche Chancengleichheit zu schaffen“, so Metzler. Die Bedeutung der Frühen Hilfen für Familien ohne oder mit brüchigem sozialen Netz wird auch von Christoph Hackspiel, Geschäftsführer des Vorarlberger Kinderdorfs, hervorgehoben: „Wir müssen früh beginnen, damit aus Kindern kraftvolle Erwachsene werden.“ Wenn sich Familien abgehängt fühlen, drohe Krankheit und sozialer Abstieg.

Alarmierende Zunahme von Erkrankungen bei Jugendlichen

Christoph Hackspiel stellt fest, dass etwa 10 Prozent der neu geborenen Kinder in Vorarlberg sehr hohen Belastungen ausgesetzt seien, fünf Prozent würden unter „extrem schwierigen Bedingungen“ leben. Alarmierend sei die Zunahme psychischer und chronischer Erkankungen bei Kindern und Jugendlichen. Zahlreiche Studien würden die Wirksamkeit frühzeitiger Unterstützungs- und Förderangebote sowie die hohe Effizienz von Präventionsmaßnahmen in der frühen Kindheit belegen.

Elternkompetenz und Widerstandskraft der Kinder stärken

Durch präventive Maßnahmen wie EPB und SAFE können Elternkompetenz und Widerstandskraft der Kinder gestärkt, negativen Entwicklungen entgegengewirkt und dadurch Kindern ein gesundes Aufwachsen ermöglicht werden. Teilnehmende Eltern bzw. Elternteile können EPB kostenlos sowie das Gruppenangebot SAFE mit einem niedrigen Selbstbehalt von 20 Euro pro Baby und Tag in Anspruch nehmen. Seit dem Start der Angebote wurden etwa 100 Familien und Kinder bis zu drei Jahren im Rahmen der Programme begleitet.

Mehr gesundheitliche Chancengerechtigkeit

„Wir haben ein sehr starkes Interesse an gesundheitsfördernden Maßnahmen, die bereits sehr früh ansetzen“, begründet VGKK-Direktor Christoph Metzler das Engagement der Krankenversicherung für die beiden Projekte. „Neben dem menschlichen Aspekt ist für uns auch wesentlich, dass alles, was wir in frühe Hilfen investieren, später nicht für Folgeerkrankungen ausgegeben werden muss.“ Der Präventionsgedanke spiele in der Vorarlberger Gesundheitspolitik seit vielen Jahren eine bedeutende Rolle, stellt LR Christian Bernhard fest: „Durch das Angebot von Netzwerk Familie gelingt es, auch jene Menschen zu erreichen, die einen schwierigen Zugang zum Gesundheits- und Vorsorgesystem haben – ein wichtiger Ansatz zu mehr gesundheitlicher Chancengerechtigkeit und zur Vermeidung späterer Gesundheitsrisiken.“

 

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