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Neue Chancen durch „Frühe Hilfen“

„Frühe Hilfen“ fördern vor allem Babys und Kleinkinder von belasteten Eltern in ihrer sozialen und gesundheitlichen Entwicklung.

Carla S. ist 21. Sie hat gerade ihr zweites Kind bekommen, wieder einen Buben. Ihr Erstgeborener ist drei Jahre alt. Die Väter haben sich aus ihrer Verantwortung gestohlen; Frau S. selbst hat keine abgeschlossene Ausbildung und Schulden bei der Bank. Noch weiß die arbeitslose Alleinerzieherin nicht, wie es mit zwei Kindern zuhause weitergehen soll.
Die Schwestern der Geburtsstation sind auf die Situation der jungen Frau aufmerksam geworden, die bisher nur einmal Besuch erhalten hat. Von Netzwerk Familie wurden sie geschult, aufmerksam auf Fälle wie diesen zu achten. Sie haben Frau S. über Netzwerk Familie informiert. Nun fungiert eine Sozialarbeiterin für sie als „Case Managerin“, erläutert ihr die Möglichkeiten zur Unterstützung und hilft ihr, diese zu nutzen.

Zugang zu vorhandener Hilfe schaffen

„In Vorarlberg gibt es ein sehr dichtes soziales Netz. Gerade diejenigen, die es am nötigsten hätten, wissen jedoch oft nichts davon oder finden keinen Zugang“, so Christine Rinner, Leiterin der Familienarbeit von Netzwerk Familie. Netzwerk Familie – eine Kooperation der aks gesundheit, dem Vorarlberger Kinderdorf und den Vorarlberger Kinder- und Jugendfach-
ärzten – setzt hier an. Sechs Sozialarbeiterinnen betreuen jeweils rund 30 Familien über einen längeren Zeitraum. 2012 wurden 154 Familien „zugewiesen“ – von Krankenhäusern, anderen Institutionen oder niedergelassenen ÄrztInnen.

Sensibilität für „Frühe Hilfen“ gestiegen

2012 widmete sich Netzwerk Familie schwerpunktmäßig dem Thema belastender Lebenssituationen von Säuglingen und Kleinkindern psychisch erkrankter Eltern. Insgesamt konnten die Familien früher erreicht werden, 14 Frauen bereits während der Schwangerschaft. 40% der neu zugewiesenen Kinder war unter einem Monat alt. Netzwerk Familie war 2012 mit 255 Familien und 503 Kindern laufend in Kontakt.

„Frühe Hilfen“: breites Spektrum an Maßnahmen

Das Spektrum an vermittelten Unterstützungsangeboten reicht von Geburtsvorbereitungskursen und  Eltern-Kind-Gruppen über Familienhilfe, Betreuung zuhause durch Hebammen, Erziehungsberatung, Kinder-
betreuung und psychologische Unterstützung bis zur Schuldenberatung  und Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung oder beruflichen Wiedereinstieg. „Frühe Hilfen sollen speziell auch jene Eltern erreichen, die durch ihre ökonomische, soziale oder psychische Situation besonders belastet sind“, erklärt Christine Rinner. Dafür ist ein niederschwelliger Zugang besonders wichtig. Dieser wird dadurch geschaffen, dass Fachleute aus dem Gesundheitswesen, zu denen bereits ein Vertrauensverhältnis besteht, Eltern auf Netzwerk Familie aufmerksam machen.

Thema gewinnt an Bedeutung

„Unterstützung und Förderung in der frühen Kindheit können die Lebens-
qualität, sozioökonomische Lage und Gesundheit bis weit ins Erwachsenenleben positiv beeinflussen“, betont Alexandra Wucher, Leiterin für Weiterbildung und Vernetzung bei Netzwerk Familie. So früh wie möglich mit Gesundheitsförderung und Prävention anzusetzen, war deshalb eine der wichtigsten Empfehlungen der Kinder- und Jugendgesundheitsstrategie 2011. Aufgrund dieser wurde österreichweit das Projekt „Frühe Hilfen“ durch das Bundesministerium für Gesundheit an die Gesundheit Österreich GmbH in Auftrag gegeben. Als Projektpartner führte Netzwerk Familie im Jahr 2012 eine Feldanalyse zur Erhebung aller Angebote der Frühen Hilfen durch. Der Gesamtbericht dazu: www.fruehehilfen.at

Mehr erfahren unter www.netzwerk-familie.at


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