Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

  • Kontakt
  • Übersicht
  • drucken
  • Info in English
Message

Fortschritt für die Kinderrechte

Gesetzes-Novelle für Kindschafts- und Namensrecht bringt Verbesserungen für Kinder und Eltern in instabilen Lebensphasen.

„Bisher war es üblich, im Gesetz festzuhalten, welche Gefahren von den Kindern abgewendet werden müssen. Vielversprechend ist der neue Zugang über das, was für sie gewährleistet sein soll“, kommentiert Alice Hagen-Canaval, Leiterin des Ambulanten Familiendienstes (AFD) des Vorarlberger Kinderdorfs, die Novelle zum Kindschafts- und Namensrechts-änderungsgesetz. Vor allem im Bereich der elterlichen Verantwortung bezüglich Obsorge und den gerade bei strittigen Scheidungen sehr konfliktbehaften Kontaktregelungen bringt das „KindNamRäg 2013“ neue gesetzliche Bestimmungen. Neu ist beispielsweise, dass das Gericht nach erfolgter schwieriger Scheidung eine „Abkühlphase“ von sechs Monaten vorsehen kann, die Regelungen zu Obsorge und Kontakt (vormals Besuchsrecht) erfolgen dann vorläufig. Auch bei strittigen Scheidungen besteht die Möglichkeit der gemeinsamen Obsorge. Ledige Eltern können die Obsorge für ihre Kinder vor dem Standesamt regeln, Väter erhalten ein bisher nicht vorgesehenes Antragsrecht.

Künftig Doppelnamen für Kinder möglich

Das Namensrecht im ABGB ist flexibler gestaltet, Doppelnamen für Kinder und ganze Familien sind möglich. Im Scheidungsfall können die Kinder den Namen der Mutter übernehmen.

Gesetzliche Gleichstellung unehelicher Kinder

Die Unterscheidung zwischen ehelichen und unehelichen Kindern wird im Gesetz weitestgehend beseitigt. Damit Mündelgeld sicher angelegt wird, wurden neue Vorschriften dazu erlassen. Veränderungen gibt es auf dem Gebiet des Verfahrensrechts: Es gibt nun die Möglichkeit vorläufiger Entscheidungen und neue Instrumente wie die Familiengerichtshilfe. Die Aufgaben des „Besuchsmittlers“ wurden gesetzlich verankert.

Präzisierung des Begriffs „Kindeswohl“

Als „sehr hilfreich“ sieht Alice Hagen-Canaval die neuen Kriterien zum Kindeswohl. „Diese Präzisierung erleichtert den Zugang zum vielstrapazierten Begriff Kindeswohl.“ So sind die angemessene Versorgung, eine sorgfältige Erziehung, Fürsorge, Geborgenheit und Schutz der körperlichen und seelischen Integrität sowie Wertschätzung des Kindes durch die Eltern im Gesetz genauso festgeschrieben wie die Förderung der Anlagen, Fähigkeiten und die Berücksichtigung der Meinung des Kindes abhängig von Alter und Verständnis. Die Wahrung der Rechte, Ansprüche und Interessen des Kindes sowie verlässliche Kontakte des Kindes zu beiden Elternteilen und wichtigen Bezugspersonen sind weitere Voraussetzungen, die das „Kindeswohl“ konkret und fassbar machen.

Alice.Canaval.Hagen.2013.jpgBedenken bezüglich Finanzierung

„Trotz der Bedenken, dass die Finanzierung einiger Vorhaben im Gesetz – Stichwort Familiengerichtshilfe – nicht sichergestellt ist, ist das KindNamRäg 2013 eine Chance, Verbesserungen für Kinder und Eltern in instabilen Lebensphasen zu erreichen“, resümiert die AFD-Leiterin.




Kinder- und Jugendbeirat

KinderJugend

Kinder bestimmen mit. mehr »

Patenschaft

Haussammlung.2012.jpg

Ich möchte als Pate die Kinder und Jugendlichen des Vorarlberger Kinderdorfs unterstützen. mehr »