„Ein offenes Herz und genügend Ressourcen“
Konstanz, Bodenständigkeit und viel Geduld
„Nahezu unglaublich“ seien die Geschichten der Familien der betroffenen Kinder, die alle eine lange Reise hinter sich haben. „Die Eltern sind zum Teil schwer traumatisiert, und haben es nicht geschafft, in Vorarlberg Fuß zu fassen“, erklärt Silvia Zabernigg. Auch bei den noch sehr kleinen Kindern sind die Spuren der Vernachlässigung sicht- und spürbar. Konstanz, Stabilität, Offenheit, Bodenständigkeit, ein langer Atem und viel Geduld sowie Klarheit in der Erziehungshaltung seien deshalb unabdingbare Voraussetzungen für potenzielle Pflegeeltern. „Der Integrationsprozess verläuft nicht von heute auf morgen. Pflegeeltern brauchen ein offenes Herz, aber auch ausreichend Ressourcen und ein gutes soziales Netz, um für diese Kinder ein Fels in der Brandung zu sein. Wichtig ist es auch, den Kontakt zu den leiblichen Eltern zu ermöglichen und aufrecht zu erhalten, auf den alle Pflegekinder ein Recht haben.
Intensive Begleitung und Schulung
Interessierte Paare, mit oder ohne eigene Kinder, können sich gerne in einem ersten persönlichen Gespräch näher informieren. Im Entscheidungsprozess werden im Rahmen von Hausbesuchen und Kursen vertiefende Gespräche ermöglicht. Intensive Begleitung und Schulung während des Pflegeverhältnisses sind für alle Pflegefamilien weitere Stützen im Alltag.
*Die Namen der Kinder wurden aus rechtlichen Gründen geändert.
Dringend Familien gesucht!
Der Pflegekinderdienst des Vorarlberger Kinderdorfs sucht dringend Pflegefamilien im ganzen Land: Silvia Zabernigg, Tel. 0650/8225319.
Der Pflegekinderdienst bietet Vorbereitung, Schulung und umfassende Unterstützung. Auch eine entsprechende finanzielle Vergütung ist garantiert.

