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Familienkrisendienst: Wirkungsvolle Präsenz

2010 war der Familienkrisendienst 41 Mal im Einsatz – weit öfters als im Schnitt der vergangenen Jahre.

Der Familienkrisendienst (FKD) ist ein Angebot für Kinder, Jugendliche und deren Familien in akuten Krisen. Ziel ist es, in eskalierenden Konfliktsituationen schnell, unbürokratisch und fachlich qualifiziert zu intervenieren, um negative Folgen für die betroffenen Minderjährigen zu vermeiden.

Die Beiziehung des Familienkrisendienstes erfolgt dann, wenn die Jugendwohlfahrtsabteilungen der Bezirkshauptmannschaften oder andere geeignete Einrichtungen nicht besetzt sind – abends ab 18 Uhr bis 8 Uhr morgens sowie an Wochenenden und Feiertagen. Erreichbar ist der Familienkrisendienst über die Telefonseelsorge unter der Notrufnummer 142, jede Polizeidienststelle und das Kriseninterventionsteam KIT.

Als Teil des Vorarlberger Krisenkonzeptes für Kinder und Jugendliche stellt der FKD eine Leistung der öffentlichen Jugendwohlfahrt dar. Angeboten wird er gemeinsam vom Ambulanten Familiendienst und von der IfS-Familienarbeit.

Wolfgang Burtscher ist Mitarbeiter des Ambulanten Familiendienstes und koordiniert den Familienkrisendienst (FKD). Er betont die oft unterschätzte Wirkung der Präsenz des FKD am Ort des Geschehens. Bei einem Großteil der Einsätze im vergangenen Jahr ist es gelungen, sehr zufrieden stellende Ergebnisse zu erzielen. „Das macht Mut, den Familienkrisendienst bei unseren Zuweisern noch stärker zu etablieren."

Die Palette der Auslöser für die Inanspruchnahme des Dienstes ist vielfältig: 2010 waren es vor allem Gefühle der Ausweglosigkeit bei den Erziehungspersonen, eskalierende Konflikte, Jugendliche, die von zu Hause ausrissen sowie Suizidgefahr, die einen Einsatz notwendig machten. Im Durchschnitt dauerten die Einsätze vier Stunden.


Wolfgang Burtscher.jpg

Koordination

Wolfgang Burtscher
Ambulanter Familiendienst des
Vorarlberger Kinderdorfs
e-mail: w.burtscher@voki.at


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