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„Ich bin ein Forscher!“

„Wertvolle Kinder“: Kinder als beharrliche Weltentdecker. Donata Elschenbroich zeigte neue Ansätze, die den Lernweg der Kleinen begleiten.

Sein Atem geht schneller, sein Puls ist erhöht, sein kleiner Körper in konzentrierter Bewegung: Poldi ist sechs Monate alt. Aus einer Schachtel auf der Couch möchte er einen Alltagsgegenstand – ein Post-it – greifen. Poldi wirkt angespannt, leidenschaftlich, voll beharrlicher Neugier – er muss den Block bekommen – und schafft es schließlich auch. Mit dieser filmisch dargebotenen Sequenz eröffnete die bekannte Kindheitsforscherin Dr. Donata Elschenbroich die 7. Staffel der Reihe „Wertvolle Kinder“ des Vorarlberger Kinderdorfs.

Einer, der es wissen will

Poldi ist einer, der es wissen will, getrieben von einem unbändigen Wissensdurst und leidenschaftlichem Entdeckerdrang. „Ergebnisse der Säuglingsforschung besagen, dass sich bereits Neugeborene Hypothesen über ihr Verhältnis zu den Dingen, in denen das Wissen der Welt steckt, bilden“, so Elschenbroich vor dem zahlreich erschienenen Publikum im ORF-Landesstudio in Dornbirn. „Es gibt einen neuen Blick auf unsere Neuankömmlinge. Babys kommen als ganze Menschen auf die Welt, kompetent und erkennend. Sie suchen die Aktivität, auch wenn sie anstrengend ist.“ Dieser Perspektivenwechsel „weg vom schlummernden Zwieback-Baby“ ermöglicht auch ein verändertes Selbstbild der Kinder, die sich als Forscher und Entwickler erleben, die selbst Regie führen.

Die Bedeutung der Dinge

Kindergärten, Krippen und Grundschulen werden diesem größeren Respekt vor der Erkenntnisbewegung der Kinder durch Werkstätten, Baustellen, Waldtage, Wissensvitrinen, Wunderkammern oder Kontinentenkisten gerecht. In Form von Portfolios, Könnerheften oder Bildungstagebüchern kann auch im Elternhaus der Lernweg der Kleinen begleitet werden. Elschenbroich betont die Bedeutung der Eltern „als erste Wissensdeuter, Sprachlehrer und Lernbotschafter ihrer Kinder“ und stellt die Frage „Was kann man tun, um Lernen und Kommunikation zu Hause anzuregen?“ in den Fokus.

Lernen im Alltag

Was lernen wir von den banalen Dingen, die uns umgeben und welche Bedeutung haben sie? „Es ist oft produktiver, das Kind seiner Langeweile zu überlassen als es zu bespielen. Das Handhaben der Dinge ist ein Sich-selbst-Entwerfen. Dabei sind gewöhnliche Alltagsdinge viel interessanter als gekauftes Spielzeug“, erläutert Elschenbroich und plädiert angesichts wachsender Bildungserwartungen in allen Familien dafür, das informelle Lernen im Alltag ins Blickfeld zu rücken.

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