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Unterschiede respektieren

Intelligenz hängt hauptsächlich von unseren Genen ab. Sie ist jedoch veränderbar, auch wenn Unterschiede bestehen bleiben.

Und diese Unterschiede gilt es laut Frank M. Spinath anzuerkennen. Das Publikumsinteresse war groß, die Botschaft des Psychologen und Zwillingsforschers, der im Rahmen der Reihe „Wertvolle Kinder“ im Medienhaus gastierte, „positiv ernüchternd“: Zwar hänge die individuelle Intelligenz maßgeblich von unseren Genen ab, d. h. dass Gene für die Unterschiede zwischen Menschen entscheidend sind. Dies sagt jedoch laut Spinath nichts darüber aus, was mit Förderung und anderen Umwelteinflüssen erreicht werden kann.

Erfolgsfaktor Intelligenz

Spinath lud in seinem Vortrag zu einem Streifzug durch die Intelligenzforschung. Die große Bedeutung, die Eltern der Intelligenz ihrer Kinder beimessen, hänge einerseits damit zusammen, dass Intelligenz gut messbar und untersucht ist. Zum anderen ist Intelligenz ein Erfolgsfaktor, der mit Lebens-, Bildungs- und Berufschancen zusammenhängt. Der Intelligenzfaktor lässt Vorhersagen auf die Karriere, das Gesundheitsbewusstsein, Fitness und schulische Leistungen zu.

Stabil, aber nicht unveränderbar

Dabei ist Intelligenz, wie Langzeitstudien zeigen, ein extrem stabiler Faktor und die Rangordnung bleibe weitgehend gleich. Entgegen weitläufiger Annahmen spielen Gene im Erwachsenenalter die entscheidende Rolle. „Menschen gestalten ihr Leben gemäß ihrer genetischen Veranlagung je älter sie werden“, so Spinath, der betonte, dass Stabilität jedoch nicht Unveränderbarkeit bedeute. Schule und Unterricht fördern kognitive Fähigkeiten, aber: Die Unterschiede bleiben.

Kinder individuell fördern

Der Weg zu Bildungsgerechtigkeit führt nach Spinath deshalb nur über eine Anerkennung dieser interindividuellen Unterschiede und den richtigen Umgang damit: Kinder dort abholen, wo sie stehen, sie individuell fördern und ihnen die richtigen Inhalte zum richtigen Zeitpunkt nahe bringen. Einen Appell richtete Spinath auch an die anwesenden Eltern: „Springt nicht auf den Intelligenz-Hipe auf und versucht nicht, eure Kinder zu IQ-Monstern zu machen!“

Interview mit Frank M. Spinath

 
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