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Jubiläum: Auffanggruppe wurde 30

Seit Mai 1984 fanden in der Auffanggruppe des Vorarlberger Kinderdorfs über 1200 Kinder Schutz und Sicherheit.

120 Kleinkinder und Babys wurden zudem in privaten Krisenfamilien betreut. Mit einem „Nachmittag der offenen Tür“ wurde der runde Geburtstag in der Auffanggruppe in der Bregenzer Kronhalde begangen. Für Leiterin Claudia Hinteregger-Thoma ein Anlass, um die Entwicklungen des in der Vorarlberger Soziallandschaft einzigartigen Angebots zu reflektieren. So sei die Nachfrage in der Krisenpflege für Kinder bis fünf Jahre stark gestiegen. 2013 fanden 19 Kleinkinder in privaten Krisenfamilien eine altersadäquate Betreuung.

Kinder stärker mitbeteiligt
Durchschnittlich verbringen die Kinder knapp drei Monate in der Auffanggruppe – tendenziell konnte dieser Zeitrahmen in den vergangenen Jahren eher verkürzt werden. Für die Familien birgt diese „Auszeit“ auch die Chance für eine Neuorientierung. „Unser Name trifft in seiner Bedeutung nach wie vor zu“, erklärt Hinteregger-Thoma. „Wir wollen auffangen, da sein, stabilisieren, vordergründig die Kinder, jedoch immer unter Einbeziehung ihres Familiengefüges und im Wissen um ihre biografischen Wurzeln.“ Verstärkt habe man die Ressourcen im Herkunftssystem im Fokus. Ebenso wie die Partizipation der Kinder: „Kinder und Jugendliche werden in weit größerem Ausmaß in Entscheidungen mit einbezogen.“

Immer höhere Ansprüche an Familien
Die hauptsächlichen Auslöser für Familienkrisen bzw. die Gründe für einen Aufenthalt in der Auffanggruppe waren und sind laut Hinteregger-Thoma nach wie vor psychische Erkrankungen und Sucht eines oder beider Elternteile, Gewalt und Vernachlässigung sowie in zunehmendem Maß Überforderung in der Bewältigung des Alltags und Erziehungsschwierigkeiten gekoppelt mit einem brüchigen sozialen Netz. „Die Ansprüche an Familien bzw. alleinerziehende Eltern werden immer höher und damit auch das Risiko, an diesen zu scheitern“, so die Leiterin der Auffanggruppe des Vorarlberger Kinderdorfs. „Wir wissen jedoch auch um die Chancen, die gerade schwierige  Lebensphasen bergen, und versuchen, einen positiven Blick in die Zukunft zu lenken.“

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